Proktologie & Darmkrebs-Chirurgie

Probleme mit der Analregion, der Verdauung und der Schließmuskelfunktion sind in der Gesellschaft sehr verbreitet. Obwohl dies ein echtes Volksproblem ist, ist das Thema mit Scham behaftet. Diese Situation ist mir sehr wohl bewusst.

Deshalb nehmen wir uns für jeden Patienten ausreichend Zeit, um Ihre persönlichen Beschwerden in höchster Diskretion mit Ihnen zu besprechen. Sie müssen keine Bedenken haben, Ihre Probleme offen zu legen. Wir sind dazu da, um uns genau damit zu beschäftigen. Die Sprechstunde der Proktologie wird überwiegend von mir persönlich durchgeführt.

Chefarzt

Dr. med. Ludger Reekers

Facharzt für Chirurgie, Proktologe, Notfallmedizin
Mitglied der Gutachter- und Prüfungskommission für Proktologie
bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe

l.reekers(at)klinikum-ibbenbueren.de

Zweimal wöchentlich untersuchen und behandeln wir Sie in unserer Sprechstunde, wenn Sie vom Hausarzt, Gynäkologen, Urologen oder Chirurgen an uns überwiesen werden.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin!

Unser Ärzteteam besteht aus 3 Proktologen mit breiter Erfahrung in der Diagnostik, konservativen und operativen Therapie.
Die Proktologie ist ein Fachbereich der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, in der das breite Spektrum der Chirurgie dargestellt wird.

Weitere Mitglieder im Behandlungsteam

Leitender Oberarzt

Dr. med. Peter Reckels

Facharzt für Chirurgie, Proktologe

p.reckels(at)klinikum-ibbenbueren.de

Assistenz

Brigitte Schoo

Fachkrankenschwester
für Anästhesie und Intensivmedizin

 

 

Oberarzt

Dr. med. Csaba Olah

Facharzt für Chirurgie, Proktologe, Kinderchirurg (H)

c.olah(at)klinikum-ibbenbueren.de

Unser Sekretariat

Frau Sabine Schulte
Frau Karin Hembrock
Frau Maria Johannemann

nehmen gern Ihren Anruf entgegen und vereinbaren einen Termin

Sprechzeiten und Kontakt

Sprechstunden

Proktologische Sprechstunde nach Terminvereinbarung
(mit Überweisung vom Hausarzt, Gynäkologen, Urologen oder Chirurgen)

montags von 11.00 - 15.00 Uhr

donnerstags von 08.30 - 12.00 Uhr

Kontakt

Klinikum Ibbenbüren
Große Str. 41
49477 Ibbenbüren
Telefon: 05451 - 52 30 29
Fax: 05451 - 52 50 65
eMail: IBB-Sekretariat-Allgemeinchirurgie(at)klinikum-ibbenbueren.de

Diagnostik und Therapie

Unsere Diagnostik

  • Untersuchung in Seitenlage- kein Gynäkologie-Stuhl
  • Proktoskopie: Eine Hülse von ca. 7 cm Länge wird über den After eingeführt um die Haut, Schleimhaut (u.a. Hämorrhoiden) im Analkanal zu beurteilen
  • Rektoskopie: eine etwa 20 cm lange Hülse wird übe den After eingeführt und der Enddarm mit Luft gefüllt, um die Höheren Anteile des Mastdarmes (Rektum) zu beurteilen
  • Endosonographie: Ein Ultraschallgerät wird über den After eingeführt, um die Schleimhaut und das umliegende Gewebe incl. Schließmuskel zu beurteilen
  • Analsphinkter-Manometrie: Mit einem kleinen Stift, der über den After eingeführt wird, wird die Muskelkraft des Schließmuskels gemessen
  • Röntgen-Defäkographie: Zur Beurteilung der Vorgänge bei der Stuhlentleerung und der Form des Mastdarmes sowie der Harnblase und des Genitaltraktes wird Kontrastmittel in den Enddarm und den Dünndarm gegeben und anschließend während der Entleerung im Sitzen geröntgt

Unsere Therapie

  • Hämmorrhoiden : Operative und medikamentöse Behandlung (Operationen nach Parks, Ferguson, Fansler-Arnold, Longo)
  • Laser-Therapie bei Hämmorrhoidal-Leiden Grand 1 und 2
  • Analfisteln: Operative und medikamentöse Behandlung
  • Analfissuren: Operative und medikamentöse Behandlung
  • entzündlichen Erkrankungen: operative und medikamentöse Behandlung
  • Viruswarzen (Condylome): operative und medikamentöse Behandlung mit HPV-Testung
  • Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis): operative Behandlung
  • Bio-Feedback-Therapie mit der Möglichkeit der Betreuung zuhause
  • Mastdarm-Vorfall, Operative Behandlung (STARR, Transstar, OP in Schlüsselloch-Technik minimal Invasiv nach D'Hoore)
  • Stuhlinkontinenz
  • Sacrale Nervenstimulation (SNS), der Schrittmacher für den Schließmuskel
  • gutartige und bösartige Geschwulste des Afters und des Mastdarmes
  • Anbindung an 2 Tumorkonferenzen wöchtenlich am Klinikum Ibbenbüren und in Kooperation mit der Paracelsus-Klinik Osnabrück

Hämorrhoiden

Die Hämorrhoidalzone ist eine wichtige Zone, die es möglichst zu erhalten gilt. Die Sensibilität des Analkanals und der Schwellkörper der Hämorrhoidalzone werden als wichtige Voraussetzung für die Stuhlkontinenz nicht beeinträchtigt.

Deshalb wenden wir mit über 200 Fällen pro Jahr die Hämorrhoidopexie nach Longo an, bei der die Hämorrhoiden nicht entfernt, sondern wieder an den ursprünglichen Ort zurück verlagert werden. In kurzer Zeit entspannt sich dabei die Hämorroidalzone, die Schwellung nimmt ab, die Blutungsneigung und der Juckreiz sind beendet.

Die Methode ist sehr schmerzarm, da nur in der unsensiblen Darmschleimhaut geschnitten und genäht wird. Bei einem Hämorrhoidenvorfall, der nicht zurückverlagert werden kann, erfolgt die Entfernung der kranken Hämorrhoidenknoten nach der Parks-Methode: Dabei wird die Wunde im Analkanal nahezu vollständig vernäht. Diese Methode ist erheblich weniger schmerzhaft als andere OP-Methoden.

Hämorrhoiden

Fissurbehandlung

Analfissuren sind bei fehlenden Sekundär-Veränderungen (Narbenbildungen, Fisteln) medikamentös zu behandeln. Wir wenden dabei sowohl die operative als auch die medikamentöse Behandlung an.

Gutartige und bösartige Tumoren

Knoten am Analrand, im Analkanal und im Mastdarm diagnostizieren wir vollständig gemäß internationalen Leitlinien. Es besteht die Möglichkeit einer sofortigen Probe-Entnahme je nach Lokalisation sowie der weitergehenden Diagnostik durch Blutuntersuchung, Röntgenaufnahmen, CT und Kernspin-Untersuchung im Rahmen einer stationären Behandlung.

Die OP wird in der offenen oder minimal-invasiven OP-Technik (Schlüsselloch-Technik) angeboten – je nach Lokalisation. Die Operationen erfolgen streng nach Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft und internationalen chirurgischen Leitlinien.

Inkontinenz-Behandlung

Über Enddarmspiegelung, Druckmessung des Schließmuskels und Röntgen-Defäkographie ermitteln wir die Ursache für die Stuhl-Inkontinenz. Als Therapieformen bieten wir ein Biofeedback-Training an mit Verordnung eines Gerätes zur häuslichen Übungsanwendung, die SNS-Therapie, d. h. eine Beckenboden-Schrittmacher-Implantation sowie ggf. die operative Beseitigung einer organischen Ursache.

Inkontinenz-Behandlung

Darmkrebs-Chirurgie

In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gastroenterologie (Chefarzt Dr. Tobias Hoge) bieten wir alle Möglichkeiten der Darmdiagnostik::

  • Magen – Zwölffingerdarm-Spiegelung
  • Dickdarmspiegelung
  • Kapselendoskopie
  • Virtuelle Coloskopie (CT-Colographie)

Die Computer-Tomografie (CT) und Kernspintomographie (MRT) führen wir im Hause durch. Außerdem diagnostizieren wir vererbliche Formen des Darmkrebses (HNPCC) und diagnostizieren und operieren neuroendokrine Tumoren.

In der so genannten Rendez-vous-OP tragen wir größere Polypen ab durch eine Darmspiegelung und nehmen gleichzeitig eine Bauchspiegelung vor. Der Eingriff erfolgt in Narkose und vermeidet dadurch nach Möglichkeit eine Darmoperation.

Darmkrebs-Chirurgie

Schnelle Erholung und leitliniengerechte Behandlung

Je nach Lokalisation des Tumors wählen wir die minimal-invasive OP-Technik. Durch die Fast-Track-Rehabilitation mit Anlage eines Periduralkatheters erreichen wir eine schnelle Mobilisation: Sie können schneller wieder Nahrung zu sich nehmen und haben weniger Schmerzen.

Alle Eingriffe der Darm-Chirurgie erfolgen gemäß internationalen Leitlinien:

  • Dünndarm-Segement-Resektionen
  • Hemicolektomie (Teilentfernung des Dickdarms)
  • Colektomie (Entfernung des Dickdarms)
  • Rektumresektion
  • Abdominoperineale Rektum-Amputation

Sollte sich bei Ihnen die Krebsdiagnose bestätigen, wird unsere Psychoonkologin, mit der wir eng zusammenarbeiten, Sie frühzeitig besuchen und Ihnen Hilfe anbieten.

Zweimal wöchentlich nehmen wir an der interdisziplinären Tumorkonferenz teil, in der wir Ihren Fall mit anderen Krebsspezialisten (Chirurgen, Internisten, Radiologen und Onkologen) besprechen, um Ihnen die bestmögliche Therapie zu empfehlen.

Sollten Sie einen künstlichen Darmausgang erhalten, hilft Ihnen unsere Stoma-Therapeutin, Ihre Ängste zu überwinden, und zeigt Ihnen die Versorgung.

Unsere Sozialarbeiter helfen Ihnen bei Fragen der Weiterversorgung, Rehabilitation, Hilfsmittelbeschaffung für die häusliche Versorgung und des Schwerbehindertenausweises.

Gern stellen wir den Kontakt für Sie her zu Selbsthilfegruppen, mit denen wir zusammenarbeiten.

  • www.proktologie-nordmuensterland.de