Medizinische Angebote

Die Räume der Klinik für Neurologie befinden sich im St. Elisabeth-Hospital des Klinikums Ibbenbüren in der 3. und 4. Etage (Station A3, B3, B4). Das Chefarzt-Sekretariat befindet sich im Erdgeschoss des Klinikums. Die Ambulanz und die Funktionsabteilung befinden sich in der 3. Etage. Das Schlaflabor ist weiterhin im Betriebsteil v. Bodelschwingh-Krankenhaus des Klinikums Ibbenbüren angesiedelt

Das Team für Sozialdienst, Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie.

Die Allgemeinstationen

Die Station A3 verfügt über vier 1-Bett-Zimmer und sechszehn 2-Bett-Zimmer.
Die Station B4 verfügt über zwei 1-Bett-Zimmer, drei 2-Bett-Zimmer, drei 3 Bett-Zimmer und zwei 4-Bett-Zimmer.

Alle Zimmer sind mit eigenem Badezimmer, Toilette und teilweise auch Dusche ausgestattet und in den Jahren 2011 und 2013 nach grundlegender Modernisierung neu bezogen werden.

Auf diesen Stationen finden die Behandlungen aller Krankheitsbilder, mit Ausnahme des akuten Schlaganfalls und intensivpflichtiger Krankheitsbilder, statt sowie die Weiterbehandlung von Schlaganfall-Patienten, die von der Stroke-Unit verlegt werden.  

Für unsere Patienten steht ein erfahrenes Team bereit aus zwei Oberärzten, sechs Assistenzärzten, Pflegekräften, Stationssekretärinnen, Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Logopäden.

Die neurologische Funktionsdiagnostik befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Station A3 auf gleicher Ebene im St. Elisabeth-Hospital. Hier werden die notwendigen neurologischen und neurophysiologischen Untersuchungen durchgeführt.

Neurologische Notaufnahme

Sowohl Patienten, die zur geplanten Aufnahme in die Neurologie kommen, als auch neurologische Notfälle werden in der Neurologischen Aufnahme auf der Station B3 untersucht und versorgt. Sie erreichen sie durchgehend unter der Telefonnummer 05451 52-2353. Die Aufnahme ist mit einem Arzt sowie Arzthelferinnen und Pflegekräften besetzt. Nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen ist der diensthabende Arzt der Klinik für Neurologie zuständig.

Aufgrund unterschiedlich schwerer und akuter Krankheitsbilder werden Patienten nicht immer in der Reihenfolge ihres Eintreffens in der Notaufnahme behandelt: Bei der Versorgung und Behandlung orientieren wir uns am Schweregrad der Erkrankung sowie an der zeitlichen Reihenfolge der Notfälle. Dadurch versuchen wir, Ihnen Wartezeiten zu ersparen und denjenigen zuerst Hilfe zukommen zu lassen, bei denen Zeitverzögerungen ernste Schäden und Gefahren bedeuten würden. Patienten mit akutem Schlaganfall oder bewusstlose Notfallpatienten, die vom Rettungsdienst zur Aufnahme gebracht werden, werden dagegen im Schockraum des St. Elisabeth-Hospitals im Erdgeschoss des Krankenhauses versorgt.

Neurologische Notaufnahme

Stroke Unit für Schlaganfall-Patienten

Auf der Station B3 befindet sich die Stroke-Unit (Schlaganfall-Station) der Klinik. Hier sind insgesamt 13 Betten mit modernster Monitoring Technik ausgerüstet und eingerichtet für die Akutversorgung der Schlaganfall-Patienten oder andere überwachungspflichtigen Patienten. Neun dieser Betten sind von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft als Stroke-Unit zertifiziert, vier weitere sind als sogenannte intermediate care Betten (Überwachungsbetten) bei anderen neurologischen Akutkrankheiten eingerichtet und zertifiziert.

Die Stroke Unit wird von einem speziell geschulten Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern betreut, die sich auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten spezialisiert haben.

Die Station beherbergt drei Einbettzimmer, zwei Zweibettzimmer und zwei Dreibettzimmer jeweils mit eigenem Badezimmer mit Toilette und Dusche; sie ist im Jahr 2011 komplett modernisiert und neu bezogen worden.

Neben den Patientenzimmern befindet sich das neuro-sonologische Labor (Ultraschalldiagnostik) direkt auf der Station, in dem wir die notwendige Ultraschalldiagnostik der hirnversorgenden Arterien durchführen können.

Unmittelbar daneben befindet sich der kardiologische Echokardiographieraum. Hier führen die Kollegen der Inneren Medizin die notwendigen Ultraschalluntersuchungen des Herzens durch. Als Patient müssen Sie für diese Untersuchungen die Station nicht verlassen. Die neurologische Notaufnahme befindet sich am Eingang dieser Station. Neurologische Notfälle können hier direkt versorgt werden und im Falle der Diagnose eines Schlaganfalles unmittelbar auf der Station weiterbehandelt werden.

Zertifikat

Schlaflabor

Das Schlaflabor der Klinik befindet sich im v. Bodelschwingh-Krankenhaus in der 1. Etage und wird vom Oberarzt Dr. Lars Bonowski betreut. Es umfasst vier Einzelzimmer-Untersuchungsplätze für die stationäre und ambulante Polysomnographie. Hier werden alle Krankheitsbilder aus dem Bereich der Schlafmedizin untersucht und behandelt. Einen Schwerpunkt bilden die sogenannten Schlaf-Atem-Störungen (Schlaf-Apnoe-Syndrom etc.). Wir diagnostizieren und behandeln aber auch alle anderen Schlafstörungen und Krankheiten aus dem somnologischen Fachbereich wie

  • Verhaltensstörungen im Traum- oder Tiefschlaf wie Schlafwandeln
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • nächtliche Anfälle sowie schlafbezogene Epilepsien
  • Narkolepsie (pathologische Einschlafattacken tagsüber)
  • zirkadiane Rhythmusstörungen (Störungen der „innere Uhr“)


Die Patienten betreut ein langjährig erfahrenes Team aus Arzthelferinnen und technischen Assistentinnen; es stellt die Therapien ein, betreut Sie in der Nacht und führt die Untersuchungen technisch durch. Für die ambulanten Schlaflaborpatienten kooperieren wir mit der neurologischen Praxis Dr. Dieter Hense und Dr. Maik Dietz aus Ibbenbüren; die Kollegen untersuchen und therapieren ihre Patienten ebenfalls in unserem Schlaflabor.

Wir führen alle relevanten Methoden durch, die den Schlaf und Wachzustand eines Patienten untersuchen, wie z. B. die Polysomnographie, spezielle Tests zur Vigilanz (Wachheit) sowie standardisierte Fragebögen, die MRT-Bildgebung, Langzeit-EEG-Ableitungen, spezielle Laboruntersuchungen oder auch die Entnahme von Nervenwasser (Liquorpunktion).

Für Patienten mit Ein- und Durchschlafstörungen wurde ein spezielles Behandlungskonzept entwickelt, welches sowohl die diagnostischen Möglichkeiten des Schlaflabors nutzt als auch therapeutische Verfahren aus dem Bereich der Physiotherapie, Psychologie, Schlafmedizin und Psychoedukation.

Kooperationen und Diagnosemethoden

Angeschlossen an das Schlaflabor ist das sogenannte Schlaf-Atem-Zentrum der Firma Heinen & Löwenstein in direkter Nähe unter der Leitung von Cornelia Longwitz: Hier beraten wir Patienten mit Schlaf-Atem-Störungen und passen Geräte und Masken an bei Schlaf-Apnoe-Syndrom. Haben Sie Schwierigkeiten mit einem verordneten Gerät, können Sie sich an dieses Schlaf-Atem-Zentrum wenden. Außerdem erhalten wir schnell und unkompliziert Therapiegeräten, spezielle Masken oder anderes Zubehör.

Zertifizierung und Weiterbildung

Das Schlaflabor ist seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiert; die bis dato durchgeführten regelmäßigen Prüfungen von Qualität und Standard wurden immer erfolgreich absolviert und die Akkreditierung seither immer verlängert.
Die Leiter des Schlaflabors, Dr. Lars Bonowski und Dr. Maik Dietz, verfügen über die Weiterbildungsbefugnis für das Fach Schlafmedizin; Ärzte können durch Mitarbeit in der Klinik für Neurologie oder in den kooperierenden Facharztpraxen die entsprechende Zusatzbezeichnung erlangen. Das Curriculum der zuständigen Ärztekammer Westfalen-Lippe erfüllen wir in allen Anforderungen und Voraussetzungen. 

Ambulanzen

Der Chefarzt Dr. Florian Bethke betreibt eine Privatambulanz, in der er alle Krankheitsbilder aus dem neurologischen Fachgebiet behandelt. Anmelden können Sie sich über das Sekretariat der Klinik für Neurologie: Tel. 05451 52-1400.

Spezial-Sprechstunden für Multiple Sklerose (MS) bzw. Morbus Parkinson werden vom Chefarzt in Form einer sogenannten Ermächtigungs-Ambulanz durchgeführt. In diesen Ambulanzen können Patienten von einem niedergelassenen Neurologen oder einem Nervenarzt ambulant überwiesen werden. Im Rahmen der MS-Sprechstunde werden alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der MS-Behandlung angeboten.

Die Parkinson-Sprechstunde ist speziell für Patienten mit Medikamentenpumpen oder tiefer Hirnstimulation gedacht, die vom niedergelassenen Neurologen überwiesen werden. Die entsprechenden Geräte können hier programmiert und eingestellt werden.

Ambulanzschwester und Study Nurse

Sigrid Kammann

Die Sprechstunde für Bewegungsstörungen und Botulinumtoxin-Therapie wird vom Chefarzt und ab dem 01.01.2017 von der Oberärztin Dr. Baumeier durchgeführt. Hier werden in erster Linie Patienten mit Dystonie und Spastik mit Botulinumtoxin behandelt.

Die neuromuskuläre Sprechstunde wird von der leitenden Oberärztin PD Dr. Anne Sperfeld durchgeführt und ab 01.01.2017 vom Oberarzt Jörg Bauer. Hier findet Diagnostik zu neuromuskulären Erkrankungen wie Nervenfunktionsstörungen, Muskelschwunderkrankungen, entzündlichen Erkrankungen der peripheren Nerven oder Muskelzellen statt. Auch entsprechende Therapien inklusive der ambulanten Verabreichung intravenöser Immunglobuline finden hier statt.

Für alle genannten Spezialsprechstunden (Ermächtigungsambulanzen) ist die Überweisung durch einen Facharzt für Neurologie oder Nervenheilkunde notwendig.

Die Sprechstunden finden dienstags vormittags (Bewegungsstörung, Botulinumtoxin-Therapie),
donnerstags vormittags (neuromuskuläre Sprechstunde) und donnerstags nachmittags (Multiple Sklerose und Morbus Parkinson) statt.

Die Privat-Sprechstunde des Chefarztes findet montags, dienstags und mittwochs nachmittags statt.
Für alle Sprechstunden ist eine Terminvereinbarung notwendig.

Alternativ-medizinische Behandlungsverfahren

Traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit einem Schwerpunkt für Akupunktur in Diagnostik und Therapie.
Verwendete Verfahren:

  • Chinesische Akupunktur
  • Berücksichtigung von Mikrosysteme (z. B. der Ohrakupunktur, Schädel-Akupunktur nach Yamamoto, chinesische Schädelakupunktur etc.)

Ansprechpartner:

  • Dr. med. L. Bonowski
    Inhaber des A-Diploms der deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, DÄGFA


Weitere Facherkenntnisse zu alternativen Behandlungsmethoden wie z. B. der klassischen Homöopathie und Farbtherapie (Aura-Soma®) liegen vor.

Terminvereinbarung:

  • Sekretariat unserer Klinik
    05451 52-1400

Mögliche Einsatz- und Anwendungsgebiete:

  • Störungen des muskulo-skeletalen Systems
  • akute und chronische Schmerzzustände
  • Therapie akuter oder chronischer Bandscheibenvorfälle
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Behandlung und Intervalltherapie von Kopfschmerz-Syndromen (z. B. Spannungskopfschmerz, Migräne, Trigeminusneuralgie)
  • Tonisierung des Magen-Darm-Traktes (Behandlung von Durchfallerkrankungen wie Colon iritable, Morbus Crohn; reduzierte Peristaltik und Obstipation bei Parkinson-Patienten)
  • Allergiebehandlung
  • Pollinosis
  • Sinusitis
  • Schlafstörungen
  • Rauch-/Suchtentwöhnung
  • psychovegetative Erschöpfungszustände

Studien

Die Klinik für Neurologie beteiligt sich an verschiedenen internationalen und nationalen Studien. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl um Medikamentenstudien zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Aber auch Therapiestudien bei M. Parkinson oder entzündlichen Erkrankungen der peripheren Nerven werden durchgeführt.

Die Betreuung der Patienten in diesen Projekten findet durch den Chefarzt Dr. Florian Bethke und die Fachärzte der Klinik sowie durch eine speziell ausgebildete study nurse (Frau Sigrid Kammann) statt.

Bei Fragen zu diesen Studien können Sie sich an das Sekretariat oder die study nurse wenden (05451-52-1400 oder -6020).


Technische Ausstattung

Neurophysiologie

Die neurophysiologische Funktionsabteilung der Klinik für Neurologie verfügt über modernste technische Ausstattung für alle klinisch-neurophysiologischen Verfahren:

  • Elektromyographie/Elektroneurographie (zwei Messplätze)
  • Evozierte Potentiale: AEP, MEP, SEP, VEP, autonome Funktionsdiagnostik,
  • (autonome Oberflächenpotenziale, Herzfrequenzvarianzanalyse), Ereignis-
  • korrelierte  Potentiale/P300 (ein Messplatz)
  • EEG (EEG-Video-Simultanaufzeichnung,  drei Routine-EEG-Plätze, ein Langzeit-
  • EEG; insgesamt drei Ableiteplätze)
  • Neurosonographie (ein Ableiteplatz auf der Stroke Unit, ein Ableiteplatz im    
  • v. Bodelschwingh-Krankenhaus)

Alle klinisch-neurophysiologischen Untersuchungseinheiten sind untereinander vernetzt über eine gemeinsame Datenbank. Die Auswertung kann von jedem Arzt-Arbeitsplatz aus erfolgen.

Stroke-Unit-Monitoring    

Alle 13 Betten der Stroke Unit sind prinzipiell mit Stroke-Unit-Monitoren ausgerüstet. Derzeit werden acht Betten simultan per Monitor und Video überwacht. Alle notwendigen Parameter können hier monitorisiert werden: Blutdruck, EKG, Pulsfrequenz, Atmung, Sauerstoffsättigung, Temperatur. Die Anlage ist mit entsprechenden Alarmierungsmöglichkeiten und automatischer Analysemöglichkeit versehen.   

Endoskopische Schluckdiagnostik (FEES)

Eine Einheit zur endoskopischen Untersuchung des Schluck-Aktes vor allem nach Schlaganfall befindet sich derzeit in den Endoskopieräumen der medizinischen Klinik. Die Anschaffung einer eigenen Einheit für unsere Stroke Unit ist für das Jahr 2013 vorgesehen.

Begleit-Therapien

Die Behandlungsräume der Physiotherapieabteilung befinden sich einerseits im Kellergeschoss des St.-Elisabeth-Hospitals, andererseits auf Stationsebene 3 neben den Räumen der neurophysiologischen Funktionsdiagnostik. Auch diese Räume sind mit allen notwendigen Geräten zur Physiotherapie für neurologische Patienten ausgerüstet.   

Auch die Ergotherapie und Logopädie behandelt ihre Patienten direkt auf der Stationsebene in extra eingerichteten ruhigen Untersuchungs- und Behandlungszimmern mit allen notwendigen Hilfsmitteln. 

Die neuropsychologische Diagnostik und Therapie findet in ungestört in ruhiger Atmosphäre in speziell dafür vorgesehenen Räumen statt.“