Thymusdrüse

Die Thymusdrüse ist ein in zwei Lappen angelegtes Organ, welches beim Menschen hinter dem Brustbein lokalisiert ist. Während der kindlichen Entwicklung ist die Thymusdrüse maßgeblich an der Produktion von Immunzellen beteiligt und vollzieht diese Funktion etwa bis zur Pubertät. Danach degeneriert sie, lagert Fett ein und verliert ihre Funktion vollends. Trotzdem können sich Erkrankungen entwickeln, welche therapiebedürftig sind.

Bei der Myasthenia gravis werden in der Thymusdrüse Eiweiße, sogenannte Antikörper, gebildet, welche sich an der Kontaktstelle zwischen Nerven und Muskeln ablagern und dort zu einer schweren Beeinträchtigung der Muskelfunktion führen können. Daneben können sich gutartige und bösartige Tumore in der Thymusdrüse bilden, wie z.B. das Thymom, welche in vielen Fällen chirurgisch entfernt werden.

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Thoraxchirurgische Behandlungsmöglichkeiten des Thymoms

Während die Thymusdrüse anfangs für die Reifung des Immunsystems von Bedeutung ist, wandelt sie sich etwa bis zum 20. Lebensjahr in ein mehr oder minder funktionsloses Fettbürzel um. Geschwülste des Thymus (sogenannte Thymome) sind zwar meist gutartig (etwa 75% der Fälle), können jedoch in besonderen Fällen auch Muskelerkrankungen wie die Myasthenia gravis (Myasthenie) auslösen. Diese Autoimmunerkrankung stellt neben bösartigen Erkrankungen die hauptsächliche Indikation zur Entfernung des Thymus dar. Obwohl eine Vielzahl unterschiedlicher Operationsverfahren, wie z. B. Roboter-assistierte Eingriffe oder Schlüsselloch-Techniken propagiert werden, bevorzugen wir in unserer Klinik die Durchführung einer teilweisen Durchtrennung des Brustbeins.

Nur über einen derartigen Operationszugang lässt sich aus unserer Erfahrung heraus eine vollständige Entfernung einschließlich beider oberer Hörner der Thymusdrüse sicherstellen. Da eine komplette Entfernung Grundvoraussetzung zur erfolgreichen Behandlung sowohl der Myasthenie als auch bösartiger Tumore ist, gehen wir keine Kompromisse ein und bieten Ihnen das Therapieverfahren mit der größtmöglichen Sicherheit und Zuverlässigkeit an.

Myasthenia Gravis (Myastenie)

Die Myasthenia gravis ist eine durch Autoantikörper verursachte neuromuskuläre Übertragungsstörung durch Blockierung der Acetylcholinrezeptoren an der motorischen Endplatte (Endplattenerkrankung). Sie führt klinisch zu einer Muskelschwäche, weshalb die Erkrankung von manchen Autoren unter "Muskelerkrankungen" abgehandelt wird.

Geschwülste des Thymus (sogenannte Thymome) sind zwar meist gutartig (etwa 75% der Fälle), können jedoch in besonderen Fällen auch Muskelerkrankungen wie die Myasthenia gravis (Myasthenie) auslösen. Diese Autoimmunerkrankung stellt neben bösartigen Erkrankungen die hauptsächliche Indikation zur Entfernung des Thymus dar.

Obwohl eine Vielzahl unterschiedlicher Operationsverfahren, wie z. B. Roboter-assistierte Eingriffe oder Schlüsselloch-Techniken propagiert werden, bevorzugen wir in unserer Klinik die Durchführung einer teilweisen Durchtrennung des Brustbeins. Nur über einen derartigen Operationszugang lässt sich aus unserer Erfahrung heraus eine vollständige Entfernung einschließlich beider oberer Hörner der Thymusdrüse sicherstellen. Da eine komplette Entfernung Grundvoraussetzung zur erfolgreichen Behandlung sowohl der Myasthenie als auch bösartiger Tumore ist, gehen wir keine Kompromisse ein und bieten Ihnen das Therapieverfahren mit der größtmöglichen Sicherheit und Zuverlässigkeit an.