Leistungsspektrum

Die hohe Qualität des Thorax- und Lungenzentrums ist mehrfach in Leistungsvergleichen nachgewiesen worden. Lungenkrebs ist heutzutage die häufigste Indikation für einen thoraxchirurgischen Eingriff. Da bei der Thoraxchirurgie keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Eingriffen nachgewiesen werden muss, um einen Lungenkrebspatienten operieren zu dürfen, ist das Sterberisiko für Patienten bei einem Chirurgen, der solche Eingriffe nur selten durchführt, bis zu zehnmal höher. Eine Studie des Gesundheitsökonomen Ernst Bruckenberger aus dem Jahr 2003 ergab, dass an Kliniken mit weniger als 20 Lungenkrebsoperationen pro Jahr die Sterblichkeitsrate mit 15 Prozent doppelt so hoch liegt wie an Kliniken mit mehr als 100 Eingriffen bei Lungenkrebs. Das bedeutet, dass sich die Überlebens-Chance von Patienten deutlich erhöht, wenn sie von einem Arzt operiert werden, der viel Routine hat.

Prof. Fischer ist mit ca. 400 Lungeneingriffen jährlich ein versierter Experte auf diesem Gebiet. Durch seine thoraxchirurgische Weiterbildung am Toronto General Hospital in Kanada, dem weltweit anerkanntesten Zentrum für Thoraxchirurgie und Lungentransplantation, gehört er zur Elite der Thoraxchirurgen. Zudem hat er an der Medizinischen Hochschule Hannover eine Facharztausbildung zum Herzchirurgen absolviert. Der Spezialist setzt weiterhin auf modernes und innovatives Tumor-Management. In Fällen, bei denen eine Heilung ausgeschlossen ist, strebt er für seine Patienten eine Lebensverbesserung an. „Wo der Chirurgie Grenzen gesetzt sind, geht es nicht immer nur um Heilung, sondern oftmals um ein besseres Leben mit der Krankheit“, ist die Philosophie des Chefarztes Professor Dr. Fischer.

Behandlungsspektrum

Am Klinikum Ibbenbüren werden sämtliche Operationen bei Erkrankungen und Verletzungen des Brustkorbs, der Lunge, des Zwerchfells, der Atemwege, des Rippenfells, der Luft- und Speiseröhre sowie den Organen des Mediastinums (Mittelraums) routinemäßig durchgeführt. Wir verfügen über große Erfahrung und Expertise in der Umsetzung moderner Therapiekonzepte und können häufig auch dann operieren, wenn kritische Zustände, wie beispielsweise eine deutliche Einschränkung der Lungentätigkeit, vorliegen. 

Durch spezielle Lungengewebe schonende Prozeduren wie beispielsweise Lungensegmentresektionen, Einsatz von OP-Lasern, Minimal-invasiven Lobektomien oder sogenannte Manschettenresektionen kann auch in diesen Fällen häufig eine Operation in unserem Hause durchgeführt werden. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern bieten wir Ihnen zusätzlich durch hochmoderne diagnostische Verfahren wie PET-CT und MRT oder DLCO und Spiroergometrie eine optimale präoperative Risikoabschätzung.

OP-Verfahren

Das Fachgebiet der Thoraxchirurgie umfasst operative Eingriffe bei Erkrankungen und Verletzungen der Brustorgane wie Lunge, knöcherner Brustkorb, Zwerchfell, Rippenfell, Atemwege, Luft- und Speiseröhre sowie Organe des Mitteltraktes. Modernste Resektions- und Rekonstruktionsverfahren wie beispielsweise minimal-invasive Chirurgie (Schlüssellochtechnik), garantieren dem Patienten einen schonenden Eingriff und auch ein kosmetisch besseres Ergebnis.

  • Minimalinvasive Operationen (Schlüssellochtechnik an Lunge, Mediastinum (z.B. Thymon) und Rippenfell)
  • Lungenerhaltende Operationen
  • Lungenvolumen reduzierende Chirurgie (LVRS) bei Lungenemphysem (COPD)
  • Ausgedehnte Resektionen bei Befall und Nachbarorganen
  • Resektion und Rekonstruktion (entfernende und wiederherstellende Verfahren) an Luft- und Speiseröhre
  • Rekonstruktive Operationen der zentralen Atemwege
  • Moderne Korrekturverfahren bei Kiel- und Trichterbrust
  • Minimalinvasive transaxilläre Resektionsverfahren bei Thoracic-Outlet-Syndrom
  • Ausgedehnte Resektion und Rekonstruktion des Zwerchfells, der Brustwand und des Mediastinums (Mittelfellraum) z.B bei Sarkomen
  • Künstlicher Lungenersatz bei akutem und chronischem Lungenversagen
  • Einpflanzung von Kathetersystemen zur Chemotherapie (Portimplantationen) und zur Schmerztherapie
  • Implantation von Herzschrittmachern
  • Palliative Chirurgie zur Verbesserung der Lebensqualität bei endgradigen Tumorerkrankungen

Die Atmungstherapie

Um einen größtmöglichen Therapieerfolg bei Lungenerkrankungen und nach Operationen an den Organen des Brustkorbes zu erreichen, ist eine effektive Atmungstherapie wichtig. Diese erfolgt durch erfahrene und zertifizierte Spezialisten, die Atmungstherapeuten. Sie ergänzt die multimodale Betreuung des Patienten, indem sie sich in das Zusammenspiel von Medizin, Pflege, Physiotherapie sowie medizinisch-technischer Assistenz integriert. Insbesondere durch die frühzeitige Mobilisation des Patienten nach einer Operation und die Anwendung von speziellen Atemtechniken und Trainingsgeräten, lassen sich Komplikationen vermeiden. 

Die Atmungstherapie dient in erster Linie

  • Der Vernbesserung der Atembewegung
  • Dem Ausgleich des Atemrhythmus
  • Der Kräftigung der Atemmuskulatur
  • Der Unterstützung der bronchialen Reinigung
  • Dem ,,Weithalten“ der Atemwege
  • Der Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit
  • Der Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
  • Dem Erlernen von Selbsthilfetechniken

Aber auch bei Fragen und Problemen zu Themen wie

  • Inhalationstherapie und Inhalatoren
  • Sauerstofftherapie
  • Heimbeatmung
  • Trachealkanülenversorgung/-pflege

... stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite

Ihre individuellen Therapiemöglichkeiten erarbeiten und aktualisieren wir täglich während ihrer Behandlung in unserer Klinik für Thoraxchirurgie und Lungenunterstützung. Gerne beraten wir sie darüber hinaus. Bitte fragen sie uns jederzeit. Wir helfen Ihnen gerne.

Wundmanagement

Ein gutes Wundmanagement ist im Klinikum Ibbenbüren wichtig. Nicht nur während des stationären Aufenthaltes ist ein professionelles Wundmanagement entscheidend wichtig. Auch im Rahmen des Entlassmanagements müssen Patienten mit Problemwunden, die zu Hause weitere professionelle Verbandswechsel benötigen, besonders betreut werden. Schon vor der Entlassung des Patienten wird der Kontakt zum Hausarzt aufgenommen und dieser unterrichtet. Hat der Patient bereits einen Pflegedienst, oder liegt dieser in einer pflegerischen Einrichtung, wird auch hier Kontakt aufgenommen und eine Zusammenarbeit angeregt. Das Wundmanagement bietet dem Patienten die Beratung bei auftretenden Problemen.

Die Bedeutung der WundversorgungBei immobilen, pflegeintensiven Patienten ist eine Vorbeugung von Wundversorgungsproblematiken ein pflegerischer Schwerpunkt neben der eigentlichen Erkrankung. Um dieser Problematik gerecht zu werden, wurden examinierte, langjährig erfahrene chirurgische Pflegekräfte durch Hospitationen und kontinuierliche Fortbildungen im Bereich der Wundversorgung weitergebildet und spezialisiert. In Absprache und in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst versorgen diese Pflegekräfte die Patienten, deren Wundverhältnisse einer intensiven Behandlung bedürf

Patienten mit bestimmten Erkrankungen gehören zu der Gruppe, bei der eine größere Problematik der Wundversorgung auftreten kann. Zu diesen Erkrankungen zählen:

  • Dekubitalgeschwüre
  • Ulcus cruris
  • Abszesse
  • Infektiöse Wunden
  • Sekundäre Wundheilungen

Ganzheitliche Betreuung

  • Seelsorge
  • Palliative Patientenbetreuung
  • Psychoonkologische Betreuung
  • Autogenes Training
  • Meditation im krankenhauseigenen "Raum der Stille"
  • Gottesdienste für Patienten und Angehörige in der klinikeigenen Kapelle und auch am Krankenbett
  • Rauchentwöhnung und Beratung
  • Begleitzimmer für Angehörige nach Rücksprache

Wellness und Wohlbefinden

  • Physiotherapie, Krankengymnastik und Massage für alle Patienten

Angst vor der Erkrankung, der Operation und den Schmerzen 

  • Weitestgehend schmerzfreie Eingriffe durch modernste Anästhesieverfahren
  • Individuelle Angstbetreuung und -therapie
  • Einpflanzung von peripheren und zentralen Kathetersystemen zur Schmerztherapie und Chemotherapie (Portimplantation)
  • 24-Stunden Akutschmerzdienst